Frau Teddy


  • Die Vorstellung vom Elternsein

    Es ist schon eine ganze Weile her, als ich mit einem Freund unterwegs war und wir über Familie, Kinder, Heirat, Hausbau und allerhand andere Themen sprachen. Wir sehen uns ca. einmal im Jahr und haben daher immer einiges aufzuholen.

    Wir erwarten bzw. wünschen uns ungefähr das Gleiche vom Leben: Kinder, Hausbau, Ehe. Letzteres ist für ihn jedoch eher Mittel zum Zweck und, weil es für seine Angebetete dazugehört. Sie sind momentan auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück und versuchen sich im Kinderkriegen. Demnächst läuten die Hochzeitsglocken. Bis alles so weit ist, genießen sie die Zeit, die sie haben: flexible Freizeitgestaltung, ausgehen, viele Konzerte, gefühlt alles netflixen, was geht… eben einfach keinen täglichen, zeitlich festgesetzten Pflichten nachgehen. Wir unterhielten uns also und ich erzählte von meinem zweiten Kind Parti und er fragte, ob es so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Nein, das ist es nicht. Ehrlicherweise weiß ich nämlich gar nicht genau, wie ich es mir vorgestellt habe. Weder mit einem, noch mit zwei Kindern. Eine Vorstellung hatte ich sicher, und bestimmt war sie romantisch und relativ naiv, aber erinnern kann ich mich daran nicht. Ich erzählte aber, dass es toll ist, auch anstrengend natürlich und der Schlaf zu kurz kommt. Dass wir darauf hoffen, bald wieder, wenn auch nicht bis in die Puppen, wenigstens häufiger durchschlafen zu können. Dass wir früh ins Bett gehen, auch aus dem Grund, da wir sehr zeitig aufstehen – demnach ändert sich das vermutlich auch nicht, wenn die Kinder größer sind. Dass es kein spürbar plötzlich lebensverändernder Bruch ist, ein Kind zu haben, sondern der immer daseiende neue Mitbewohner und das Elternsein schleichend Einzug halten und bald nicht mehr wegzudenken sind.

    Wir unterhielten uns irgendwann auch über aktuelle Serien und von vielen hatte ich gehört, aber sie nicht gesehen. Mein Mann und ich schauen aktuell, wenn die Kinder im Bett sind, Navy CIS. Es sind viele Staffeln und wir mögen beide die Serie von früher. Zuvor haben wir auch meist ältere, bereits beendete Serien geschaut: Buffy, Angel, Bones und Supernatural beispielsweise. Ich erzählte es also und er erwiderte: Das ist wohl so, wenn man Kinder hat. Ich sagte, dass es damit nichts zu tun hat, wir lediglich nicht mehr so viel Zeit wie früher zum Fernsehen haben und daher auch nicht so viel hintereinander schaffen.

    Diese Aussage „Das ist wohl so, wenn man Kinder hat“ kam ein wenig traurig rüber. Sie hatte auch einen Unterton, der laaaaaangweilig ausdrückte. Ich überlegte dann, wie er sich, auch mit den von mir gehörten Erfahrungen und spannenden Details aus dem Familienleben, sein Leben mit Kind(ern) vorstellt.

    Wenn es bei ihm soweit ist, frage ich ihn. Vielleicht kann er sich ja an seine Vorstellungen vom Elternsein erinnern…

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    März 9, 2025
    Elternschaft, Elternsein, Frau Teddy, Kinder, Schlaf

  • Hormone, mehr Verständnis oder Lebenserfahrung

    Ich habe schon mehrfach gesagt, wie toll die Eingewöhnung von Parti von Statten geht. Es ist weiterhin so. Und ich bin sehr stolz auf ihn. Ich wäre aber ebenso stolz auf ihn, wenn er mehr weinen und die Steigerung der betreuten Stunden nicht so schnell voranschreiten würde. Wie könnte ich auch nicht? Ein Jahr ist er nun knapp bei Mama oder Papa zu Hause gewesen und ist hier und da mit hingekommen. Aber prinzipiell waren Mama oder Papa immer da. Was soll dieser kleine Mensch nun denken, wenn er mehr und mehr merkt, dass sich da eine große Änderung anbahnt? Ich gehe davon aus, dass keiner das genau sagen kann. Vermutungen, Erforschungen, Theorien, Erfahrungen – all das gibt es sicher zur Genüge. Aber die Betroffenen in diesem Alter können es uns nicht sagen. Und auch bei Kindern gilt natürlich: jeder Jeck ist anders.

    Es soll aber nur indirekt um Parti, Elternschaft oder Eingewöhnung gehen. Mit dieser geht auf jeden Fall Stück für Stück ein wenig mehr Freizeit einher. Ich bin für die Eingewöhnung einen Monat in Elternzeit und diese dauert noch drei Wochen an. In meinen stetig mehr werdenden „freien“ Stunden lege ich die Beine hoch und streame. Ich habe mir Grey’s Anatomy vorgenommen und starte von Anfang an. Ich habe es damals im Fernsehen gesehen, aber irgendwann war ich nicht mehr regelmäßig dabei. Also nochmal Neustart.

    Es wurde immer gesagt, wie emotional die Serie ist, dass einige bei jeder Folge weinen. Bisher war ich der Meinung, dass sie dramatisch ist, entsprechend des klassifizierten Genres, aber auch witzig, schon mit traurigen Ereignissen, die auch ans Herz gehen, mir aber nur selten mal ein Tränchen entlockten. Mein Mann findet sie nicht gut. Er sagt, es sind böse Menschen, die anderen immer nur Böses wollen. Er guckt fragmentiert mit. Er hat also keine Ahnung…

    Ich bin mittlerweile schon ordentlich in den Staffeln vorangeschritten und muss sagen, ich weine dieses Mal irgendwie sehr oft. Nicht schlosshundmäßig und nicht jede Folge, aber es kullert da doch ab und an mal die Wange herunter. Ich kann mich in Situationen besser einfühlen oder verstehe sie besser. Ich weiß es nicht genau. Dass ich emotionaler bin, seit ich Kinder habe bzw. meiner ersten Schwangerschaft, habe ich schon mitbekommen. Aber liegt es daran? Veränderter Hormonhaushalt? Oder habe ich mehr Verständnis, für Verluste beispielsweise, oder einfach wachsende Lebenserfahrung? Obwohl das Eine das Andere ja nicht zwangsläufig ausschließt: Durch meinen schwangerschaftsbedingten veränderten Hormonhaushalt bringe ich aufgrund meiner hinzugewonnen Lebenserfahrung mehr Verständnis auf. So muss es wohl sein!

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    März 2, 2025
    Frau Teddy, Hormone

  • Eine beispiellose Nacht

    Am Mittwoch hatte Parti Geburtstag. Er ist schon ein Jahr alt geworden. Es geht so schnell. Die Eingewöhnung läuft weiterhin toll. Ich habe das Gefühl, er merkt allmählich, dass der witzige Ort, zu dem wir seit neustem immer fahren, mit den vielen Kindern und dem Singen und Spielen und den anderen Erwachsenen keine bloße Spielgruppe mehr ist. Mama ist jetzt ab und zu weg und kommt dann wieder, nach einer EWIGKEIT! Zumindest ist er jetzt kuscheliger, wenn ich ihn nach einer Stunde abhole, und war auch schon auf ein anderes Kind in der Gruppe eifersüchtig und begann zu weinen, als ich es auf dem Arm hatte. Ein bisschen mag ich das ja, muss ich gestehen.

    Am Samstagnachmittag stand die Geburtstagsparty an. Alle waren geladen: die Omas und Opas, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen. Entsprechend hatten wir auch ein bisschen was vorzubereiten. Es wäre also schön gewesen, halbwegs ausgeschlafen zu sein.

    Parti war Freitagabend schon früh unruhig und weinte immer wieder. In der Regel wird er spätestens 19 Uhr hingelegt. Um 21:30 Uhr hatte er dann eine längere Session mit meinem Mann. Er trug und streichelte ihn, sprach mit ihm, legte ihn in die Babywippe, bis er wieder schlief. Kurz nach 22 Uhr kam er dann ins Bett, der Schlaf rief. Eineinhalb Stunden später weinte er wieder. Ich ging zu ihm, streichelte, trug, pschschschte und wechselte die Windel. Momentan hat er einen nächtlichen Appetit vom Feinsten und verschlingt teilweise drei Fläschchen. Daher ist ein Wechsel manchmal hilfreich, um ihn wieder zum Schlafen zu bringen. Leider nicht so bei mir und die Windel war zudem nicht sonderlich voll. Es half auch dieses Mal wieder nur die warme Milch. Die letzten Tage kam mir daher häufiger der Gedanke, froh darüber zu sein, nächtliche Hungerattacken bei Perlchen nicht mehr zu haben. Kurz nach Mitternacht lag ich wieder im Bett. Ich war bereit, zu schlafen. Da jammerte Perlchen. Ich ging also hin und er wollte gerne zu uns ins Bett. Mit Sack und Pack, das Kuscheltier, Wasserflasche, Socken, Decke und Kissen beinhaltet, zog er zu uns. Normalerweise schließt er dann die Äuglein und schläft einfach. Normalerweise. Diese Nacht fand er keine Position, schmiss sich von links nach rechts, wollte ein Sprudelwasser, dann eine Decke und wieder keine. Ich fragte, ob er doch lieber in sein Zimmer wolle und er bejahte. Mit Mama, hieß es. Ich nahm also alles wieder huckepack, inklusive meiner Decke, und wir stapften los. Gerade, als ich mich zu ihm legen wollte, sagte Perlchen, ich soll gehen. Das tat ich, frohen Mutes, für die nächsten 15 Minuten. Anschließend begann eine gute Stunde mit drei verschiedenen Köstlichkeiten: eine Maisstange wegen großen Hungers, ein halbes Brötchen, weil der Bauch immer noch nicht voll ist und als Magenschließer eine Reiswaffel. Wie war das mit den Hungerattacken beim Großen doch gleich? Es war mittlerweile halb 2 und meine Schlafpause dauerte knapp zwei Stunden. Ich war also froh, als Perlchen sich hinlegte, zugedeckt werden wollte und ich mich ins eigene Bett kuschelte. Circa zwei Stunden später kam er dann wieder zu uns ins Bett. Wie gewohnt, schlief er aber sofort weiter. Meine Nacht ging dann endlich richtig los. Die meines Mannes endete kurz darauf. Ab um 4 Uhr war immer Mal wieder ein Jammern von Parti zu vernehmen, sagte er mir, und so stand er um 6 Uhr ernüchternd auf. Ich schlief noch zwei Stunden weiter.

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    Februar 23, 2025
    Frau Teddy, Kinder, Schlaf

  • Ein Baby sagt auf Wiedersehen

    Bald ist es soweit und unser Parti wird ein Jahr alt. Damit ist der Übergang vom Baby zum offiziellen Kleinkind geebnet. Das bedeutendere Ereignis ist jedoch der Eintritt in die Kita. Dieses Abenteuer startete am Mittwoch und ich bin mittendrin statt nur dabei. Bei Perlchen hat mein Mann die Eingewöhnung übernommen. Bei Parti wollte ich daher mal ran. Mit ein wenig Urlaub vor- und nachher und einem letzten Monat Elternzeit haben wir ausreichend Zeit eingeplant. Am Mittwoch war nun der erste Tag und ich war schon sehr gespannt. Parti ist sehr offen. Vielleicht auch dadurch unterstützt, dass wir ihn zum Kindersport und häufig zum Abholen von Perlchen mitnehmen. Oder es ist einfach sein Wesen. Bisher hat er jedenfalls noch nicht merklich gefremdelt. Das erleichtert uns viel, wenn wir bei Oma und Opa sind zum Beispiel und er sich einfach freut, wenn jemand um ihn ist und sich mit ihm beschäftigt.

    Ich setzte mich also mit ihm in die bunte Kinderschar und alle waren natürlich neugierig. Parti war schnell unterwegs, erkundete die neue Umgebung und die herumliegenden Spielsachen. Ich selbst war zeitgleich zum Sessel und neuen Spielgefährten auserkoren. Während die Eine auf mir Platz nahm, zeigte mir ein Anderer die Korkensammlung in der Flasche und kippte sie vor mir aus. Die ersten Tage gingen erstmal eine Stunde. Danach war Parti sehr ko. Es sind viele Eindrücke, die verarbeitet werden wollen. Am ersten Tag hat er beispielsweise einem Kind Waggons einer Magneteisenbahn stibitzt. Dieses Kind ruft jetzt immer laut seinen Namen und ist voller Freude, wenn er Parti sieht. Am Freitag haben wir 15 Minuten später begonnen und sind deswegen auch später zur Kita aufgebrochen. Ich hatte das Gefühl, dass Parti nervös und hibbelig wurde, als wir uns nicht zur üblichen Zeit der vergangenen zwei Tage anzogen. Ich weiß nicht, ob das nur ein Gefühl war oder ob Kinder sich so zügig an etwas gewöhnen können, insbesondere, wenn sie Freude daran haben, aber ich möchte es gerne glauben. Ebenfalls am Freitag hat Parti auch seine erste Kinderattacke aushalten dürfen: die Spüle der Spielküche flog gegen seinen Kopf. Er schaute, zog eine vorsichtige Schnute und schaute weiter, nachdem niemand mit „ooohhh“ reagierte oder versuchte, ihn zu trösten. Wie wohl die Eingewöhnung nach der Wochenendpause weiterläuft? Am Montag soll schon die erste kurze Trennung von Statten gehen. Und schon ist er flügge, macht sein eigenes Ding und braucht mich nicht mehr…

    So schnell wird es dann hoffentlich doch nicht gehen!?

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    Februar 15, 2025
    Babys, Eingewöhnung, Frau Teddy

  • Es gibt so viel zu entscheiden

    Wir bauen ein Haus. Zusammen mit meiner Schwester und meinem Schwager ganz in der Nähe meiner Eltern. Das wird großartig. Für Perlchen und Parti wird es besonders schön, Cousin und Cousine gleich nebenan, Oma und Opa sind nur ein paar Häuser weiter. Ich habe keine Bedenken, dass wir uns zu sehr auf der Pelle hocken. Jeder von uns genießt seinen Freiraum und seine Ruhe.

    Im Rahmen des Häuslebaus müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Die wahrscheinlich Greifbarsten fielen diese Woche bei der Bemusterung. Von Mittwoch bis Freitag stellten wir uns Fragen wie: Steckdosen – wie viele? Welche Form, Farbe und Ausstattung? Wohin? Sollen es Wechselschalter werden oder doch Taster? Welche Vor- und Nachteile halten sie bereit und wie verhält es sich mit Smarthome dabei? Sockelleisten galt es auszusuchen. Dinge, über die ich mir vorher noch nie Gedanken gemacht hatte, standen auf der Tagesordnung. Wir hatten das Glück, dass meine Schwester und mein Schwager von Montag bis Mittwoch in den Genuss kamen und so etliche Themen auch für uns übernommen werden konnten, wir Ideen austauschten und Lösungen parat standen, von denen wir nicht ahnten, sie zu brauchen. Unsere Ausstattungsberaterin hat uns dann noch bei den Fragen nach den Fliesenspiegeln, den Böden im restlichen Haus, der Treppe, den Sanitäranlagen und den Türen kompetent unterstützt. Wir stöberten herum, waren herrlich überfordert, und sie präsentierte, schwuppdiwupp, Konstellationen, die sie aus unseren verbalisierten Überlegungen zusammenstellte.

    Am Freitag kam dann mein ersehnter Teil – die Küchenplanung. Am Donnerstag durchblätterten wir für erste Ideen den Küchenkatalog. Schnell waren wir uns über die Farbe der Fronten und der Arbeitsplatte einig. Ebenso Besonderheiten, wie ein höher gelegter Ofen und Geschirrspüler, besprachen wir natürlich vorab untereinander. Mein Mann und ich sind bei der Einrichtung im Großen auf einer Wellenlänge. Was dem Einen wichtig ist, ist es dem Anderen auch oder aber man steht dem neutral entgegen. Von daher war die Küche dann auch einsfixdrei nach unserer Vorstellung kreiert. Die Planung der Badmöbel komplettierte dann unseren Ausflug.

    Nun ist unser Projekt noch ein Stück realistischer und die Neugier auf die eigenen vier Wände steigt mehr und mehr. Ich bin breit! Wann können wir jetzt endlich einziehen?

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    Februar 9, 2025
    Bemusterung, Frau Teddy, Hausplanung

  • Diese Babys aber auch

    Die Nacht zu Freitag war sehr unschön. Perlchen und unser kleiner, Parti, sind krank. Husten, Schnupfen, Fieber. Zumindest Perlchen hatte Fieber. Parti war noch in der Vorstufe, erhöhte Temperatur, was so manches Mal schlimmer und unangenehmer für den Betroffenen ist. In der Nacht zu Freitag quälte er sich. Er weinte, jammerte und fand nicht zur Ruhe. Ich war bei ihm, streichelte seinen Rücken, nahm ihn hoch, lief mit ihm umher, legte mich mit ihm hin und schschte dabei. Ein Zäpfchen mit Wirkzeit später hatte er es dann geschafft und schlief ruhig und fest den Schlaf der Gerechten.

    Nichtsdestotrotz war ich am nächsten Tag natürlich entsprechend ko. Ich war im Homeoffice, Perlchen hatte Geburtstag und rannte in seiner neuen Feuerwehruniform umher und löschte überall Brände, als es klingelte: die Nachbarin aus der Wohnung über uns. Ich stand in der Tür und sie schenkte unserem hausinternen Feuerwehrmann einen leicht abschätzigen Blick als er sich in voller Montur neben mich stellte. Dann begann sie zu reden: „Das Baby hat letzte Nacht aber sehr viel geschrien und war laut“. Ich sagte ihr, dass ich es weiß. „Es waren zwei Stunden“. „Ich war dabei. Wir haben den Ausschalter noch nicht gefunden“. Dann bekam ich einen richtig guten Tipp von ihr: „Vielleicht das nächste Mal das Baby beruhigen“. Leider musste ich ihr mitteilen, dass wir unser Kind nicht schreien lassen. Das überzeugte sie nicht ganz, denn sie hat „selber 5 Kinder groß gezogen“. Damit war dann alles klar. Sie hat den absoluten Durchblick. Als ich mitteilte, dass Parti krank ist und wir dahingehend unser Bestes geben, konnte sie mir noch einen Lichtblick mitgeben: „Irgendwann hat man den Dreh raus“. Ich konnte nur noch ein „Ah“ erwidern, bevor ich ein wenig erzürnt die Tür schloss. Mein Mann fragte anschließend, wer an der Tür war und ich erzählte ihm vom Tür tête-á-tête. Das stieß, nicht anders zu erwarten, auf Missmut bei ihm.

    Mich ärgert besonders, dass es eine Person ist, die selbst Kinder und schon Enkelkinder hat. Eine Person, von der ich meinen möchte, dass sie Verständnis dafür hat, dass Kinder weinen und schreien. Eine Person, die mir vor Kurzem im Hausflur noch sagte, dass sie verwundert sei, unsere Kinder nie zu hören.

    Da frage ich mich, wieso sie das verwundert, wenn diese doch stets ruhig und leise sind, wenn man den Dreh erstmal raus hat?!

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    Februar 2, 2025
    Babys, Frau Teddy

  • Krabbel, die 1.

    Ich hatte schon berichtet, dass ich Mama zweier Kinder bin. Der „Große“, Perlchen, wird kommende Woche drei Jahre alt. Er geht in die Kita, seit dem er eins ist. In diesem Jahr, es begann schon Ende letzten Jahres, wurden wir durch Aushänge darauf aufmerksam gemacht, dass Läuse umgehen. Na, wen juckt es sogleich auf dem Kopf? Mich auf jeden Fall. Ich war aufmerksam, schaute Perlchens Kopf durch sobald er sich kratzte. Und tatsächlich habe ich nichts finden können. Es war ein Freitag und der Aushang, der immerwährend aktualisiert wurde, war abgenommen. Ein Glück, wir haben es geschafft, dieses Mal verschont geblieben zu sein.

    Kratz, kratz, kratz…es ist Samstagvormittag. Sicherheitshalber schaue ich auf seinem Kopf doch lieber Mal nach. Und da sehe ich sie – eine Laus! Und noch eine. Und noch eine?! Schnell habe ich meinen Mann dazu geholt, um meine Entdeckung zu teilen. Und auch er sieht sie. Bevor ich zur Apotheke starte, kontrollieren wir auch noch unsere Köpfe und sehen nichts. Also hole ich einmal Läuseschreck. Leider wieder zu früh gefreut. Kaum bin ich wieder zu Hause, juckt es stärker bei mir und die Kammprobe bestätigt es: ich bin doch befallen. Genau wie mein Mann. Offensichtlich war unser erster Check ungenügend.

    Jetzt gibt es einen neuen, aktualisierten Aushang in der Kita. Ich bin gespannt, wie oft wir noch das Vergnügen haben in den kommenden Jahren.

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    Januar 25, 2025
    Frau Teddy

  • Wieso eigentlich Frau Teddy?

    Habe ich eine Sammelleidenschaft für Teddybären? Bin ich besonders kuschelig? Besonders haarig? Ist es ein Kosename in Anlehnung an meinen richtigen Namen? Weder noch. Wobei das kuschelig in diesem Zusammenhang schon eine kleine Rolle spielt.

    Als ich meinen Mann kennen gelernt habe, hatte ich mir gerade eine neue Übergangs-/Winterjacke zugelegt. Diese ist braun. Hellbraun. Wenn ich mir einen „Bilderbuch“-Teddybären vorstelle, ist er hellbraun mit kleinen halbrunden Öhrchen, runden Kulleraugen und einem lächelnden Mund. Wie Bussi und Bummi Bär. Und genau so sieht meine Jacke aus. Farblich gesehen, ohne Ohren, Kulleraugen und lächelndem Mund. Sie hat ein richtig flauschiges Futter und hält schön warm.

    Ich trug also diese Jacke des öfteren, wenn wir uns trafen oder sie hing bei mir zu Hause. Ich weiß nicht mehr genau, um was es ging, aber ich war einem Rätsel auf der Spur. Einem sehr mysteriösen Geheimnis. Etwa in der Art einer verschwundenen Socke nach dem Waschen. Ich war also dieser Socke auf der Spur und die Lösung war nicht so einfach, dass die Waschmaschine sie gegessen oder besonders gut in sich versteckt hätte. Nein, es hat weit mehr Spürsinn gebraucht. Bei mir passiert es häufiger, dass sich die ein oder andere Socke in einem Hosenbein oder Pulloverärmel versteckt. Und so fand ich auch dieses vermisste Ding wieder. Tief beeindruckt von meiner Hingabe und Raffinesse, um zur Lösung des Falls zu gelangen, erhielt ich den passenden Namen „Detective Teddy“. Auf der Suche nach dem geeigneten Pseudonym für diesen Blog kam mir daher die Idee, den Detective wegzulassen, aber den Teddy mit einzubringen. Frau Teddy ward geboren.

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    Januar 17, 2025
    Frau Teddy

  • Und los geht’s

    Ich bin Frau Teddy. Ich bin Mitte Dreißig, verheiratet und habe zwei Kinder. Es sind Jungs. Das klingt nach einer ziemlich durchschnittlichen Person. Zurecht, wie ich finde. Und ich finde es toll.

    Ich schreibe gerne. Früher, als ich jünger war, wollte ich Journalistin werden und Autorin. Letzteres war ich kurzzeitig. Ich habe in sehr jungen Jahren Kurzgeschichten geschrieben. Meine Oma hat sogar versucht, sie über eine Zeitung zu veröffentlichen. Dies hat leider nicht geklappt. Ich habe lange Zeit nicht geschrieben. Zumindest nicht zum Vergnügen. Erst wieder im Berufsleben und da zunächst E-Mails an Kollegen, die sehr gut ankamen und nicht all zu staubtrocken sind und dann in der Hauszeitung meiner Betriebsstätte. Mir hat es viel Spaß gemacht und meine Lust, mehr zu schreiben, wuchs wieder. Ich habe dann manches Mal einfach so ein paar Zeilen getippt, wie eine Art Tagebuch, einfach schreiben, wie mein Leben so ist, worüber ich mir Gedanken mache.

    Tatsächlich war es mein Mann, der mich auf die Idee brachte, einen Blog zu schreiben. So schreibe ich es nicht nur für mich, zumindest nicht offiziell, und habe ein wenig das Gefühl Autorin zu sein. Na dann versuche ich es mal und lege los…

     

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    Januar 10, 2025
    Frau Teddy

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