Wir bauen ein Haus. Zusammen mit meiner Schwester und meinem Schwager ganz in der Nähe meiner Eltern. Das wird großartig. Für Perlchen und Parti wird es besonders schön, Cousin und Cousine gleich nebenan, Oma und Opa sind nur ein paar Häuser weiter. Ich habe keine Bedenken, dass wir uns zu sehr auf der Pelle hocken. Jeder von uns genießt seinen Freiraum und seine Ruhe.
Im Rahmen des Häuslebaus müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Die wahrscheinlich Greifbarsten fielen diese Woche bei der Bemusterung. Von Mittwoch bis Freitag stellten wir uns Fragen wie: Steckdosen – wie viele? Welche Form, Farbe und Ausstattung? Wohin? Sollen es Wechselschalter werden oder doch Taster? Welche Vor- und Nachteile halten sie bereit und wie verhält es sich mit Smarthome dabei? Sockelleisten galt es auszusuchen. Dinge, über die ich mir vorher noch nie Gedanken gemacht hatte, standen auf der Tagesordnung. Wir hatten das Glück, dass meine Schwester und mein Schwager von Montag bis Mittwoch in den Genuss kamen und so etliche Themen auch für uns übernommen werden konnten, wir Ideen austauschten und Lösungen parat standen, von denen wir nicht ahnten, sie zu brauchen. Unsere Ausstattungsberaterin hat uns dann noch bei den Fragen nach den Fliesenspiegeln, den Böden im restlichen Haus, der Treppe, den Sanitäranlagen und den Türen kompetent unterstützt. Wir stöberten herum, waren herrlich überfordert, und sie präsentierte, schwuppdiwupp, Konstellationen, die sie aus unseren verbalisierten Überlegungen zusammenstellte.
Am Freitag kam dann mein ersehnter Teil – die Küchenplanung. Am Donnerstag durchblätterten wir für erste Ideen den Küchenkatalog. Schnell waren wir uns über die Farbe der Fronten und der Arbeitsplatte einig. Ebenso Besonderheiten, wie ein höher gelegter Ofen und Geschirrspüler, besprachen wir natürlich vorab untereinander. Mein Mann und ich sind bei der Einrichtung im Großen auf einer Wellenlänge. Was dem Einen wichtig ist, ist es dem Anderen auch oder aber man steht dem neutral entgegen. Von daher war die Küche dann auch einsfixdrei nach unserer Vorstellung kreiert. Die Planung der Badmöbel komplettierte dann unseren Ausflug.
Nun ist unser Projekt noch ein Stück realistischer und die Neugier auf die eigenen vier Wände steigt mehr und mehr. Ich bin breit! Wann können wir jetzt endlich einziehen?