Am vergangenen Freitag begingen wir unser Richtfest. Dazu hatten wir Freunde und Familie eingeladen. Am Montag zuvor begann die Hausstellung. Wir bauen ein Fertighaus und daher geht das ruckizucki. Donnerstag stand es schon, inklusive Fenster und in den Wänden ist bereits alles vorbelegt, damit die Rohre und Leitungen verlegt werden können. Es war spannend zu beobachten, wie das Haus so schnell Gestalt annahm. Der Keller wurde bereits einige Wochen zuvor nach und nach erstellt und war auch einsfixdrei vollendet. Gefühlt haben wir lange gewartet, viel Organisatorisches, wie die Bemusterung und Planerisches erledigt, und plötzlich steht es da und der Umzug ist zum Greifen nah. Tendenziell kann nun, dreimal Holz, nicht mehr all zu viel schief gehen und sich in die Länge ziehen. Mein Mann würde nun sagen: „Sie hat es gesagt, sie musste es beschreien!“ Er ist der Meinung, dass ich die Macht habe, mit solchen Aussagen eine Wende einzuleiten. Ich gehe dabei aber gerne auf Risiko. Immerhin freue ich mich darüber und kann es kaum erwarten.
Damit einhergehend geht nun das Gedankenkarussell in die nächste Runde. Wie stellen wir einige Schränke. Wollen wir sie im Flur haben oder vorerst im Keller? Passt die Schuhbank in unseren Eingangsbereich und wie steht es mit der Wickelkommode? Die Schuhbank hatten wir bei der Architektenplanung eigentlich mit eingeplant. Wenn Räume aber noch kahl und vor Allem nicht zu Ende ausgebaut sind, erscheint alles kleiner und gedrungener. Unser Verkäufer, er war auch beim Richtfest, hatte uns gesagt, dass mit dem Innenausbau der Eindruck der Raumgrößen nochmal stark beeinflusst wird und alles anderthalb Mal größer erscheint. Darauf bin ich sehr gespannt.
In meinem Kopf rattert nun das Aussortieren los. Am liebsten würde ich jetzt schon Sachen, die wir nicht brauchen, in den Keller tun. Aber davon haben wir eigentlich nicht so viel. Immer wieder zwischendurch habe ich solche Schübe und sortiere Dinge aus. Daher glaube ich, dass wir so zugemüllt gar nicht sind. Bei den Kindersachen, aus denen nun auch Parti herausgewachsen ist, wie die Babywippe oder den Kinderwagen, wir haben uns ein größeres Modell zugelegt, in den beide Kinder hineinpassen, bin ich kräftig dabei, sie zu verkaufen. So leert sich auch schon das eine oder andere im Alltag so nebenbei.
Kommend möchte ich unsere Hängeböden genauer betrachten und ich glaube, da findet sich vielleicht doch noch etwas, dass mich beruhigter werden lässt und den Umzug ein wenig erleichtert, wenn auch erstmal nur in meinem Kopf.