Frau Teddy


  • Die Hoffnung

    Das momentan größte Gut, das sich mein Mann und ich im Alltag vorstellen können, ist Schlaf. Perlchen ist drei und Parti ein Jahr alt. Unser Schlaf hält sich seit dieser Zeit in Grenzen oder ist in der Regel nächtlich mindestens einmal unterbrochen, wenn auch nur kurz. Ich kann schon seit Jahren, weit vor dem Kennenlernen meines Mannes, nicht mehr durchschlafen. Seit wir die Kinder haben, kann ich es aus mangelnden Praxismöglichkeiten nicht sagen. Ich habe ja den Verdacht, dass ich es jetzt kann, auch, weil mein Körper es braucht. Wenn die Kinder mal bei Oma und Opa übernachten oder sie gemeinsam mit meinem Mann weg sind, wache ich mindestens einmal auf und denke, ein Kind gehört zu haben. Es ist ähnlich, wenn man ohne Kinder unterwegs ist und ein Fremdes ruft „Mama“ oder „Papa“ – man reagiert prompt. Mein Mann erzählte mir gestern, dass er sich letztens für seine Dienststelle Wasser kaufte, auf dem Flur Kollegen traf und den Sixer Wasser auf der Hüfte trug und sich von links nach rechts wippte…Das Wasser war sehr beruhigt und fühlte sich sicher geborgen.

    Als Parti frisch geboren war, hatte er von Beginn an einen Tag-Nacht-Rhythmus. Nachts, wenn er wach wurde, bekam er die Brust und schlief sofort weiter. Keine Verzögerungen, kein Rumnuckeln, wenn es nicht sein musste. Bei Perlchen dauerte eine Brustgabe ca. 30 – 45 Minuten. Und nicht immer war er dann bereit, gleich weiter zu schlafen. Daher war ich sehr hoffnungsvoll und dachte, jetzt haben wir ein Schlaf-Jackpot-Kind. Durch Perlchen fingen wir auch früher an, Parti zu bestimmten Zeiten abends hinzulegen und er bekam schneller eine Routine im Zubettgehen. Ich weiß noch, dass wir unter großen Anstrengungen, mit viel Hin- und Hergehen, kniebeugenderweise bei Perlchen beschäftigt waren. Parti ließ es einfach mit sich machen: hinlegen, rausgehen, fertig. Das klappt in der Regel sogar immer noch. Wenn es ein nicht so guter Abend ist, brauchen wir 15-20 Minuten. Ausnahmen bestätigen selbstredend auch hier die Regel.

    Perlchen hat, und tut es immer noch, gut geschlafen, wenn jemand bei ihm ist, ob neben ihm liegend auf dem Boden oder zwischen uns im Bettchen. Wenn er dann noch seinen Nuckel hatte, war Schlaf in Sack und Tüten. Zwei- bis dreimal mussten wir nachts zu ihm und den herausgefallenen Dauerlutscher wieder in seinen Mund buchsieren oder mit ihm finden. Um dem zu entgehen, wollten wir bei Parti auf die Gewöhnung an einen Nuckel verzichten. Nicht, dass das Entwöhnen schwierig gewesen wäre, aber wozu? Es kann schädlich für die Zähne sein, vielleicht beeinträchtigt es den Spracherwerb, vielleicht klappt das Abgewöhnen bei Parti nicht so flink.

    Als Parti seine ersten Zähnchen bekam, die Kuchenzähnchen oder auch Schneidezähne, war das spür- und hörbar, insbesondere nachts. Er hatte zu kämpfen. Wir legten uns Zahnungsgel zu, haben aktiv Beißringe und -kühlis genutzt. Wenn der erste Zahn erstmal durch ist, wird es gewiss besser. Stimmte auch, zumindest, wenn an jeder Seite der erste Zahn vorerst durch ist, also rechts unten, links unten, rechts oben, links oben. Abwechslungshalber hatten wir die Meilensteine auf den Bauch drehen, der erste Schnupfen, die Kitaeingewöhnung und jedes mal schwang in uns die Hoffnung, bald werden die Nächte ruhiger. Zwischendurch klappt es immer mal gut: einmal nur nachts aufstehen, um eine wässrige Milch zu geben oder sogar das ein ums anderen Mal gänzlich liegen bleiben können. Mein Mann sagt, Parti kann an sich besser schlafen, er ist nur sehr viel sensibler und empfindsamer für Kleinigkeiten. Gerade haben wir vier Nächte ruhigeren Schlafens nach dem Durchkommen der ersten Backenzähne auf jeder Seite hinter uns. Es steht aber schon der Eckzahn rechts unten in Startposition.

    Aus Erfahrung, als auch Recherche, wissen wir, dass so ein Zähnchen bis zu acht Tage braucht, um durchzubrechen. Danach werden die Nächte sicher ruhiger…

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    Mai 18, 2025
    Elternschaft, Frau Teddy, Hoffnung, Kinder, Schlaf

  • Mein guter Freund, der Schweinehund

    Ich mag Sport. Ich mache gerne Sport. Und eigentlich kann ich sogar behaupten, recht sportlich zu sein. Als ich jung war, im Kindergarten, habe ich Judo gemacht. Ich durfte dann immer einmal die Woche den Mittagsschlaf ausfallen lassen. Das war natürlich aufregend. Später haben meine Schwester und ich zu Weihnachten Tennisschläger und -bälle von unserer Uroma geschenkt bekommen, wenn ich mich recht erinnere, und so haben wir angefangen, im Verein zu spielen. Unsere Trainerin ist dann bald in den Ruhestand und so hörten wir auf, fingen aber nach ein paar Jahren wieder an. Es hat Spaß gemacht, aber dennoch haben wir irgendwann erneut aufgehört. Später habe ich mich dann im Cheerleading versucht. Es waren einige wenige Wochen, in denen ausgewählt wurde, wer es ins Team schafft und weiter machen darf. Leider habe ich mich nicht qualifiziert. Daraufhin habe ich aufgehört mit dem aktiven Sport. Nicht, weil ich so getroffen oder traurig darüber war. Es hat mich einfach nichts gebannt.

    Bevor ich vor acht Jahren mit meinen Eltern und meiner Schwester dann meine erste Kreuzfahrt machte, legte ich mir tolle, hübsche Sportklamotten zu. Auf offenem Meer Sport treiben, die Wellen beobachten, Kurse besuchen und fit wie ein Turnschuh vom Schiff steigen, war der antreibende romantische Gedanke dabei. Ich war tatsächlich bei zwei Kursen, zwei mal auf dem Stepper und einmal auf dem Rüttelboard.

    Nun hatte ich das Outfit und wollte auch nach dem Urlaub weiter machen. Ich meldete mich daher im Fitnessstudio an. Aber alleine gehen? Lange habe ich es nicht alleine durchgehalten, aber glücklicherweise kamen dann Freunde mit. Eine Zeit lang war ich tatsächlich regelmäßig vor Ort und auch aktiv, allerdings nur, wenn auch jemand mit mir ging. Was sollte ich auch alleine? Macht doch nicht so viel Spaß und eine Pause einlegen und mal nicht gehen, ist sicher auch gut und gesund für die Muskeln und Knochen. Dann kam die Pandemie und die Studios schlossen. Sport ging also nicht mehr. Keine Kurse, keine Geräte und ich möchte ja auch sicher gehen, dass ich die Übungen richtig ausführe. Was hat man nicht schon alles gehört, was passieren kann, wenn Übungen fehlerhaft ausgeführt werden und vor Allem, wenn man sich die Ausführung dann so merkt? Lieber nicht!

    Dank des Gefühls, nicht hinausgehen zu dürfen, packte es mich eines Abends, ich zog meine Schuhe an und lief los. Laaaaangsaaaaaam und äußerst kurz, wie ich im Nachhinein feststellte, aber zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich nicht so. Ich joggte dann bald mit einem Freund und nach und nach wurde ich besser. Bald war Joggen das Ding für mich und meine Garderobe erweiterte sich, meine Schuhe wurden professioneller und ich war am Höhepunkt meiner Schnelligkeit und Ausdauer als… mein Fußgelenk brach und ich für mehrere Monate außer Gefecht gesetzt war. Danach fand ich nur schwer wieder ins Joggen, fuhr stattdessen Rad und dann war ich mit Perlchen schwanger. Lieber nicht laufen. Nicht, dass ich zu wenig Luft dabei bekomme und es meinem Bauchbewohner schadet. Wenn ich spazieren gehe und nicht nur rumsitze, mache ich wohl ausreichend Sport. Als ich im Wochenbett war, hatte ich solche Lust auf Sport und nahm mir vor, die erste Möglichkeit zu nutzen, sobald es geht. Die Rückbildung stand an und ich freute mich darauf. Aber nicht zu doll, ruhig, eine Pause zwischendurch ist auch gut, kam es mir dann, als ich wieder loslegen durfte. In der Schwangerschaft mit Parti verhielt es sich genauso und zwischendrin war ich einfach auch zu erschöpft, wollte meinem Körper auch nicht zu viel zumuten und erholsame Pausen gönnen.

    Gerade habe ich akute Rückenschmerzen und solch einen inneren Ansporn, loszulaufen, sobald es mir besser geht. Sicher beuge ich dann auch einer erneuten Einschränkung wie dieser vor. Allerdings bin ich auch schon gespannt, mit welcher logischen und in sich vollkommen schlüssigen Argumentation mein lieber Schweinehund um die Ecke kommt, wenn ich wieder belastbar bin…

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    Mai 12, 2025
    Frau Teddy, Schweinehund, Sport

  • Das Böse ist überall

    Kinder hauen Vieles plötzlich heraus. Wo sie das her haben, kann manches Mal nicht genau hergeleitet werden. Wie auch? Wir wissen nicht, was in der Kita genau be- und gesprochen wird, was andere Kinder sagen oder aber , wie ein Hörspiel Wort für Wort lautet, geschweige denn, dass ich mir haarklein merke, was ich sage. Daher ist es auch immer überraschend, wenn sie etwas völlig Unerwartetes sagen. Heute hatte ich gleich zwei derartige Situationen.

    Heute Morgen, als Perlchen und ich erwachten, er schleicht sich in der Nacht seit einiger Zeit zu uns ins Bettchen, schaute er mich sehr zornig und böse an. Ich fragte ihn, wieso er so guckt und er sagte: „Wir sind böse“. Ich fragte, warum und er antwortete, ganz klar: „Weil wir Bösewichte sind“. Er ist gerade aufgewacht und schon geht es los mit dem Tag, ohne Umschweife ab ins fantastische Spielleben und -denken eines Kindes. Ich mag das sehr und es erfreut mich. Es klingt vielleicht nach einer Plattitüde, aber wenn ich missmutig oder sehr unmotiviert bin und es einfach so ein mmmhhh-Tag ist, müssen meine Kinder nur einfach sie sein, sofern sie nicht selbst so einen Tag gerade haben, und schon lächle ich und es geht mir ein Stück besser.

    Der Tag ging dann schön weiter, ich erzählte meinem Mann natürlich sogleich davon, er sollte ja wissen, dass er es mit zwei Bösewichten zu tun hat. Wir lasen Bücher, puzzleten, spielten mit Autos und übten Verstecken spielen. Wir versuchten, teils erfolgreich, Perlchen zu erklären, dass es lustiger ist, wenn er nicht vorher verrät, wo er sich versteckt. Da ihm das doch recht schwer fiel, sollte ich mich immer verstecken. Parti war dabei eine eher kleine Hilfe, da er meist an der Ecke stand, hinter der ich meine Zuflucht suchte. Der Spaß kam dadurch aber keineswegs zu kurz. Nach dem Mittag kam der Schlaf und dann die Vesper. Wenn beide Kinder Mittagsschlaf machen, haben wir unsere Pause und wenn es gut kommt, bis zu drei Stunden zum Nichtstun. Meist sind es um die zwei Stunden, also keineswegs ein Grund, sich zu beschweren. Bei der Vesper saßen Parti, Perlchen und ich zusammen. Ich fütterte Parti und er hatte noch einen Teigschaber in seiner Hand. Momentan, wenn er gefüttert wird, braucht er selbst noch etwas für sich, das ihm das Gefühl gibt, mit zu essen. Den Löffel, der weit praktischer gewesen wäre, um auch das selbständige Essen zu imitieren, verschmähte er dieses Mal. Perlchen sagte dann, er muss auf die Toilette und so rutschte er vom Stuhl und lief los. Gerade als er um die Ecke war, gelang es Parti mit dem Schaber ins Schälchen zu kommen und ich äußerte meinen Unmut. Perlchen kam sofort zurück und fragte, was los ist. Ich sagte ihm, es ist nichts Schlimmes, er solle auf Toilette gehen, dafür ist er schließlich vom Tisch aufgestanden. Er drehte sich um und stapfte davon mit einem „Böse Mama“. Ich war mir nicht sicher, es richtig verstanden zu haben, und fragte nach. Er wiederholte es. Als er wieder am Tisch saß, aß er seine Vesper zu Ende und ich fragte ihn, warum ich eine böse Mama bin. Seine Antwort: „Weil ich das gesagt habe“ und dabei freute er sich. Genau sagen, dass es einen Grund gibt oder welchen, konnte er nicht. Und da er sich darüber auch sichtlich amüsierte, hoffe ich, dass es nicht all zu ernst von ihm war. Mein Mann hatte es am Rande mitgehört und war belustigt.

    Kinder schnappen Vieles einfach nebenbei auf, gerade auch in alltäglichen Gesprächen zwischen Erwachsenen. Eigentlich muss ich mich da nicht wundern, wenn unverhofft eine neue Wortwendung aufkommt und sich Bahn bricht. Es ist auch nicht verkehrt, wenn uns dadurch hin und wieder verdeutlicht wird, dass wir genau überlegen sollten, was wir in Gegenwart der neu- und wissbegierigen Gemüter sagen bzw. uns einfach auf zum Teil kuriose Nachfragen einstellen.

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    Mai 4, 2025
    das Böse, Elternschaft, Frau Teddy, Kinder

  • Schritt für Schritt

    Heute waren wir in den Gärten der Welt. Freunde mit Kindern und Freunde ohne Kinder, Perlchen und ich. Mein Mann ist mit Parti zu Hause geblieben, da er ein wenig erkältet ist, Schnupfen und Husten, und wir wollten, dass er sich richtig ausschlafen kann. Und Schlaf ist ja bekanntermaßen die beste Medizin.

    Ich packte unsere Sachen und beschloss, auf einen Kinderwagen zu verzichten, sollte es gar nicht mehr gehen, kann ich Perlchen auch mal kurz tragen. Da auch ein Kind in Perlchens Alter dabei war, MJ, dachte ich, er schafft eine weitere Strecke auch zu Fuß. Wir wollten schließlich auch nicht nur gehen. Perlchen ist kein besonders ausdauernder Läufer bisher gewesen, es wird aber immer besser und er auch engagierter. Daher war ich positiv gestimmt. Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang durfte ich meine Muckis spielen lassen und ihn den ein und anderen Meter tragen. Als wir schließlich im Park waren, fragte er auch, ich konnte ihn aber mit der Aussicht auf ein Eis motivieren. Wir sind also erstmal durch das Labyrinth zu Beginn und erkundeten den Irrgarten. Ganz geheuer, als er merkte, dass wir Erwachsenen auch nicht genau wussten, wie der Weg nach draußen aussieht, war ihm die Erkundungstour nicht. Nach einer flinken Freiluft-Pullerpause ging es froheren Mutes weiter und der Ausweg war schnell gefunden. Sogleich suchten wir das angekündigte Eis, ließen uns auf Picknickdecken nieder, schleckten, knusperten und quatschen. MJ und Perlchen mauserten sich zu Müllmännern und räumten jedes kleine Papier und jede kleine Verpackung einzeln zum Mülleimer. Als wir dann weiter liefen, bat er mich auch immer wieder Mal darum, ihn zu tragen. Zweimal übernahmen auch meine Freunde das Tragen für kurze Zeit. Sonst musste er laufen. Eine längere Verschnaufpause erfolgte in der Seilbahn. Da konnten die Beine nochmal Kraft tanken. So konnten wir sogar auf den Wolkenhain, allerdings mit Aufzug, und dort alle Richtungen genaustens begutachten. Dabei teilte mir meine Uhr mit, dass ich 10 000 Schritte für heute erreicht habe. Nach unten ging es dann auch weiter zu Fuß bis zu Seilbahn. Wir beschlossen allmählich den Heimweg anzutreten und Perlchen fragte wieder nach dem Arm. Ich vereinbarte mit ihm, dass er getragen wird, sobald wir aus den Gärten hinaus sind und zum Auto laufen. Er stimmte ein. Ich bekam zum Abschied noch einen großen Beutel mit Klamotten für Perlchen von MJ, die ich zusätzlich zum Auto tragen durfte. Voll gepackt wie ein Esel mit Rucksack, Beutel mit Picknickdecke, Beutel mit Klamotten und Perlchen auf dem Arm liefen wir zum Auto. Lange hielt ich diese sportliche Herausforderung nicht durch und so musste Perlchen wieder laufen. Wir machten jedoch ein Abenteuer aus dem Weg und stiefelten durch hohes Gras und überquerten in Windeseile Straßen und Parkplätze. Auf unserer Expedition begegneten uns auch zwei freilaufende Hasen. So kamen wir schnell zum Auto und damit Ziel. Als wir dann zu Hause parkten und nach oben wollten, sagte ich: „Komm schnell, gleich sind wir da“ und bekam als Antwort: „Ich kann nicht mehr schnell laufen“.

    Perlchen läuft zwei oder drei Schritte, wenn wir einen Laufen. Bewusst geworden ist mir das erst auf der Fahrt nach Hause so richtig. Selten gelingt es mir, am Tag 6 000, geschweige denn 10 000 Schritte zu laufen, auch, wenn es anders empfohlen wird, und dann fühle ich mich auch erschöpft. Wie viel Strecke hat dann erst ein Kind nach so einem Ausflug hinter sich, selbst, wenn man als Eltern den Eindruck hat, dass es viel getragen wurde?!

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    April 27, 2025
    Elternschaft, Frau Teddy, Gärten der Welt, Kinder, Laufen

  • Die Zeit verrinnt

    Gestern war Ostersonntag. Aber nicht nur das. Gestern war auch der 30. Geburtstag meiner sehr guten Freundin. Ich kenne sie seit 7,5 Jahren und so war sie auch an meinem 30. Geburtstag schon dabei. Kurz vor 00:00 Uhr am Samstag schrieb ich ihr, sie soll gut in ihr neues Lebensjahr hineinschlafen.

    Ostersonntag stand viel auf dem Plan. Perlchen und Parti wurden vom Osterhasen zu Hause besucht und eine kleine Suchaktion fand statt. Es wurde gespielt und bei Zeiten aßen wir Mittag. Am frühen Nachmittag wollten wir zu meinen Eltern fahren und dort mit meiner Schwester, meinem Schwager, Pepito und Polette einen schönen Ostertag verleben. Daher sollte in einem ausgiebigen Mittagschlaf Kraft getankt werden. So setzten mein Mann und ich es dann auch um. Wir hatten für uns auch Kleinigkeiten geholt und verstecken sie füreinander. Ich suchte im Wohnzimmer, mein Mann im Schlafzimmer. Als ich schelmisch grinsend zusah, wie die Verstecke im Schlafzimmer meinen Mann verhöhnten, kam Perlchen aus seinem Zimmer und vermutete uns zunächst im Wohnzimmer. Ich holte ihn dort heraus, während er staunend da stand. Wir gingen auf die Toilette und er fragte: „Mama, isst du die Sternenkekse alle alleine auf?“ Ich wunderte mich, was er meinte, bis mir einfiel, dass es die Süßigkeiten vom Osterhasen sein müssen und ich ihm versuchte zu erklären, dass die der Osterhase für Mama versteckt hat und ich gar nicht weiß, was ich alles finden werde. Mein Mann und ich suchten in der Mittagspause also erfolgreich alle Leckereien und konnten sogar noch eine Folge unserer Serie schauen. Danach ging es ans Aufwecken und Losdüsen. Bei den Großeltern ging es auch sogleich weiter mit dem Verstecken und besonders Suchen. Pepito war dabei meine größte Stütze und mein offizieller Suchfreund. „Tante Karin, guck mal, da hat der Osterhase was für dich versteckt“ war nur eine der wegweisenden Hilfestellungen. Der Nachmittag verging äußerst schnell und schon begann das Grillen zum Abend. Parti verdrückte seine ersten eineinhalb Bratwürste, nebst Brötchen, Brot und Banane. Anschließend räumte ich unser Auto ein. Wir hatten uns für die Tage zuvor das Auto meines Papas geliehen und er hatte an unserem die Sommerbereifung vorgenommen und den leicht überfälligen TÜV aktualisiert. Daher hieß es, Kindersitze umzubauen, Ladekabel wieder ins passende Gefährt zu bringen und die Osterhasenüberraschungen zu verstauen. Als das getan war, begannen wir ein Osterfeuer in der Feuerschale zu entfachen. Wir setzten uns mit Stühlen ringsherum und auch die Kinder wurden nach und nach ruhiger und kuschelten sich auf die Schöße der Eltern. Perlchen saß bei mir, eingemauschelt in eine Decke. Leider nur, bis ich losging, um ihm zwei Scheiben Baguette zu holen und er feststellte, dass es viel kuscheliger alleine auf dem Stuhl ist und ich mich deshalb auf einem eigenen niederlassen musste. Als Parti, der schon eine sehr gute Stunde in den Armen meines Mannes schlief, gegen 22:00 Uhr laut seinen Unmut gegen das wahrscheinlich fehlende Bett ausdrückte, traten wir den Heimweg an. Wir saßen im Auto und ich merkte, dass der Tag schon fast um war und ich es noch nicht geschafft hatte, mir die Zeit zu nehmen, meiner Freundin zu ihrem Ehrentag zu gratulieren. Sie wollte abends auf ein Konzert und so setzte ich kurzerhand eine Sprachnachricht ab und beglückwünschte sie endlich.

    Nicht nur, dass die Zeit, die ich sie kenne, ein dreiviertel Jahrzehnt immerhin, einsfixdrei vergangen ist. Seit einigen Jahren, auch schon vor den Kindern, habe ich das Gefühl, dass die Tage kürzer sind bzw. schneller vergehen. Man sagt, dass dies unter Anderem ein Phänomen des Alters ist. Ich denke eher, dass es bei mir an der stets guten Gesellschaft in meinem Leben liegt.

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    April 21, 2025
    Familie, Frau Teddy, Geburtstag, Kinder, Osterhasen, Zeit

  • Gut, sie zu haben

    Heute fand der 60. Geburtstag meines Onkels statt. Es war ein schönes Beisammensein ab Mittag in der Lokalität des Vertrauens angesetzt. Mein Onkel, väterlicherseits, ist vom Dorf und Familie umfasst einen weiten Radius: so sind beispielsweise auch die Kinder der Cousine meines Opas meistens eingeladen, die selbst Kinder zwischen Anfang 40 und Mitte 30 haben, die auch wieder Kinder haben. Und alle sind dabei. Es ist also immer eine große Truppe und da wir uns für gewöhnlich nur einmal im Jahr sehen, ist der Austausch umso größer. Für Perlchen und Parti, ihren Cousin Pepito und ihre Cousine Polette ist es besonders schön. Sie können zusammen spielen und rumtoben und das über Stunden mit Essenspausen, ohne Mittagschlaf.

    Mein Mann ist erkältet und da er niemanden anstecken wollte, beschloss er, zu Hause zu bleiben und die Festivität dieses Mal ausfallenzulassen. Er wollte, dass ich ein Kind bei ihm lasse und nur eines mitnehme. So habe ich nicht die Verantwortung für zwei Kinder, kann vielleicht auch ein bisschen entspannen und so schlecht gehe es ihm körperlich auch nicht. Ich nahm aber beide mit, damit er sich ausruhen kann, was das Zeug hält. Perlchen, Parti und ich fuhren daher gemeinsam mit meinen Eltern.

    Wenn wir in großer Runde unterwegs sind, meine Schwester, mein Schwager, die Kinder und meine Eltern, passen wir alle auf die Kinder auf. Wenn einer von uns alleine mit seinen Kindern ist, greifen meine Eltern, also Oma und Opa, nochmal ein bisschen mehr unter die Arme. Gerade, wenn es ums Essen geht, brauchen alle vier noch Unterstützung, sei es bei der Wahl, was gegessen wird oder beim Auftun auf den Teller. Bei Parti ist es dann, besonders Mittags, noch das Füttern. Und so war es auch heute. Perlchen und Pepito hocken die meiste Zeit aufeinander, wenn sie sich sehen. Daher kann man bei den beiden häufig zeitgleich agieren. Meine Schwester hatte daher, als sie mit Pepito und Polette zum Spielen rausging, Perlchen dabei. Parti war nach dem Mittag sehr müde und so nahm meine Mama ihn zum Spaziergang im Kinderwagen mit. Und plötzlich war ich beide los… Das Spektakel ereignete sich noch einige Male, zum Beispiel als Opa mit Parti kräftig das Laufen trainierte, indem beide die Welt erkundeten oder Perlchen mit Oma puzzlete.

    Manchmal kommt es mir so vor, als hätte man mehr Freizeit, wenn man mit den Kindern „alleine“ mit der Familie unterwegs ist, als mit dem dazugehörigen Partner im Gepäck.

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    April 13, 2025
    Elternschaft, Elternsein, Familie, Frau Teddy, Großeltern, Kinder

  • Früher und heute

    Gestern waren Perlchen und ich zu Besuch bei meinen Großeltern. Wir sehen uns nicht all zu oft. Es liegt auch ein wenig an der Entfernung, da es eine Fahrt von gut zwei Stunden ist, jeweils hin und wieder nach Hause. Wir aßen lecker Kuchen, Perlchen nahm zuvor gleich seine Uroma in Beschlag und gemeinsam holten sie Spielsachen aus dem Obergeschoss. Perlchen mag es sehr in einem Haus Treppen zu laufen und alles zu erkunden. Also taten die beiden das. Wir redeten über so ziemlich alles. Meine Großeltern fragen, wie es ist, wieder zu arbeiten nach meiner kurzen Elternzeitpause, wie es für meinen Mann zurück bei der Arbeit ist und fragten nach Videos und Bildern von Parti. Ich hatte natürlich gleich das eine und andere parat.

    Wir unterhielten uns auch über den Hausbau. Ich berichtete von den nächsten Stationen, die anstehen und welche Schwierigkeiten wir schon hatten. So sagte ich auch, dass ich durchaus verstehe, dass es für Beziehungen eine echte Herausforderung sein kann, ein Haus zu bauen. Gerade zu Beginn, als es um die Finanzierung ging, war viel Spannung zwischen meinem Mann und mir. Es geht um viel Geld und als Laie zu verstehen, was alles bedeutet, ist auch nicht leicht. Mein Mann verstand es schneller und hat mir ein ums andere Mal erklärt, was bei einigen Sachen gemeint ist. Nebenbei gab es aber weitere Hausangelegenheiten abzusprechen, was zusätzlich zu Druck und Spannungen führte. Ich bin sehr froh, dass wir das nicht ganz alleine machen, sondern mit meiner Schwester und meinem Schwager. Die Themen werden auf mehreren Schultern aufgeteilt.

    Besonders freue ich mich auf den Wohn-/Essbereich. Ich hatte mal durchgezählt und wenn wir zu einem Geburtstag vollständig wären, und damit meine ich uns vier, die Familie meiner Schwester, die Familie des Bruders meines Mannes, meine Eltern und Schwiegereltern, sind knapp 20 Personen anwesend. Bisher waren wir es zwar nicht, aber dennoch müssten diese erstmal platziert werden. Daher ist es meine größte Freude und auch mein größter Anspruch an unser neues Heim, dass annähernd diese Horde bei Tisch Platz findet, ohne, dass Bewegungsverbot herrscht, weil es einfach unmöglich wäre. Davon mal abgesehen, dass wir (noch) nicht ausreichend Stühle haben. Auch das erzählte ich meinen Großeltern. Meine Oma schmunzelte dabei. Bevor sie in ihr Haus zogen, war es auch bei ihnen knapp mit dem Essbereich bemessen. Auch sie freute sich auf den Platz im Haus, der kommen würde und genoss es, bei ausgezogenem Tisch, an alle Ecken des Zimmers kommen zu können. Sie verriet auch, dass sie die ersten drei, vier, fünf Jahre im Haus jeden Abend, bevor sie ins Bett huschte, eine Runde um den Tisch im Wohnzimmer lief. Sie hatte dies aber nie einem erzählt, weil sie es selbst ein wenig sonderbar fand, bis gestern.

    Auch, wenn sich sicher einige bei einem größeren Lebensraum darüber freuen, bequemer und komfortabler Gäste empfangen zu können, habe ich in dem Moment gedacht, dass meine Oma und ich wie aus einem Ei und eben eine Sauce, eine Familie sind. Das ist sicher vererbt. Daher auch die gezielte Freude für den gleichen Punkt, bedenkt man die unzähligen, die ein Hausbau mit sich bringt. Und die Tatsache, dass ich ihr zudem noch einen Pullover von sich abluchsen konnte.

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    April 6, 2025
    Familie, Frau Teddy, Großeltern, Hausbau, Hausplanung, Urgroßeltern, Vorfreude

  • Herrlich ehrlich

    In Werbungen, Filmen, in Geschichten von Eltern und Großeltern hört man immer wieder, dass Kinder sehr ehrlich sind und in verschiedenen Momenten sagen, was ihnen durch den Kopf geht oder wiederholen, was sie gerade gehört haben. So erzählt mein Opa immer gerne, wie er gemeinsam mit mir einkaufen war und drei schnatternde Herren mit ihren Einkaufskörben in unserem Laufweg standen. Mein Opa flüsterte mir zu, dass uns diese Säcke Platz machen sollten. Kurzerhand übernahm mein 4-jähriges Ich die Initiative und sagte laut und deutlich:“Hee, macht Platz ihr Säcke!“…und der Weg war frei.

    Perlchen hat bisher auch hin und wieder festgestellt, dass dort eine alte Oma ist oder vor uns ein alter Opa steht. Er unterscheidet dabei zwischen seinen Omas und Opas, die für ihn „Oma“ und „Opa“ sind und anderen Personen, die im Alter seiner Großeltern sind, die als „alte Oma“ oder „alter Opa“ bezeichnet werden. Einige der Benannten schmunzeln, wenn sie es hören, andere ignorieren es oder haben es einfach nicht gehört. Es waren bis jetzt jedoch keine Situationen für mich dabei, in denen ich „uiuiui“ dachte oder „wie unangenehm…Kinder“ …zumindest bis Donnerstag.

    Seit drei Wochen gehen wir mit Perlchen zum Schwimmen. Es ist ein Kurs für Drei- bis Vierjährige. Sie lernen, sich an das Wasser zu gewöhnen, darin wohlzufühlen und erste Schwimmbewegungen. Als wir uns diesen Donnerstag nach dem Schwimmen in der Umkleide befanden, bat ich Perlchen, sich mit seinem Bademantel schon mal abzutrocknen, ich legte seine Anziehsachen bereit. „Du, Mama, guck mal, die Frau hat ja einen großen Po. Mama, warum hat die Frau so einen großen Po?“ Wie unangenehm…Kinder! Erst zu diesem Zeitpunkt nahm ich die Frau war. Schnell beugte ich mich herunter und sagte leise zu ihm, dass er das nicht so laut sagen soll, da es die Frau vielleicht traurig macht. Die logische Reaktion meines Kindes: „Ich kann auch flüstern“. Er wiederholte es aber glücklicherweise nicht erneut. Stattdessen beäugte er mich und fragte, ob er meine Brust einmal anfassen darf. Abends fragte er meinen Mann das Gleiche, als er Perlchen ins Bett brachte. Er beschäftigt sich scheinbar gerade mit Körpern, beobachtet genau und stellt seine Forscherfragen. Rückblickend hätte ich ihm lieber erklärt, dass Menschen verschieden aussehen, manche kleine, andere große Popos haben, einige schiefe Nasen, wieder andere große Augen. Ich lerne eben auch immer wieder dazu und dank meiner Kinder zusätzlich aus mir bisher unbekannten Situationen.

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    März 30, 2025
    Elternschaft, Frau Teddy, Kinder, Neue Situationen, Unbekanntes

  • Geschwister

    In der Kita gibt es regelmäßig Entwicklungsgespräche. Darin wird, wie es der Begriff schon sagt, die Entwicklung des Kindes im Kitakontext besprochen. Wir hatten unser zweites Entwicklungsgespräch für Perlchen in seiner bisherigen Kitakarriere. Solche Gespräche sind interessant und aufregend. Immerhin wird den Eltern gesagt, wie sich das eigene Kind in der Kita verhält, wie der aktuelle Entwicklungsstand eingeschätzt wird oder was eventuell auffällig ist. Und das ausführlich. Im Gespräch mit den Pädagogen ist man eigentlich täglich. Insbesondere bei Problemen oder überraschenden Ereignissen.

    Im Gespräch am Freitag wurden uns tolle Sachen erzählt. Seine sprachliche Entwicklung ist sehr gut ausgeprägt, manchmal nuschelt er und seine Bezugserzieherin hat den Eindruck, er hat hin und wieder eine nasale Aussprache. Sie gab uns den Tipp, ärztlich abklären zu lassen, ob er eventuell eine Allergie gegen Pollen hat. Sonst fällt ihr nicht auf, dass er andere Erkrankungssymptome hat, weshalb sie zu der Vermutung kommt, es könnte allergisch bedingt sein. Mein Mann hat eine Pollenallergie gegen alles. Das ganze Jahr über ist er betroffen. Von Dezember bis zur Blüte der Haselnuss im Januar hat er eine kurze Verschnaufpause. Der Kinderarzt sagte, dass unsere Kinder dadurch eine 25% höhere Wahrscheinlichkeit haben, auch Allergien zu bekommen. Wir lassen es also mal überprüfen. Des Weiteren sagte sie, dass sein Sozialverhalten toll ist. Er kümmert sich um die Bedürfnisse von anderen Kindern. Wenn sie traurig oder wütend sind, versucht er sie zu trösten oder fragt, ob alles gut ist. Wenn er nicht weiter weiß, holt er seine Erzieherin. Auch bei Parti passt er auf, wenn sie morgens zusammen im Raum spielen, eh die Gruppenaufteilung beginnt. Ich war sehr stolz, das zu hören. Und auch ein wenig überrascht. Er mag seinen Bruder. Abends, wenn sie sich bettfertig machen sollen, spielen sie zusammen auf der Toilette, wenn sie sich länger nicht sehen, sagt Perlchen, er hat Parti vermisst und er albert sehr gerne für ihn herum. Dennoch habe ich zeitweise stärker das Gefühl, dass Perlchen Parti als gerade nicht so gelegen einschätzt. Wenn Perlchen seine Eisenbahn baut, schließt er am liebsten seine Tür, damit Parti nicht alles kaputt macht. Sobald Parti auf ihn zukrabbelt, sagt er momentan schnell „nein Parti“ und wenn Parti ihn anfasst, meckert er sofort los. Wir versuchen natürlich zu erklären, dass Parti noch nicht alles versteht oder mit Absicht die Eisenbahn kaputt macht, dass er es spannend findet, was sein großer Bruder macht und für Spielzeug hat. Aber Perlchen ist drei Jahre alt und kann das noch nicht gänzlich verstehen oder weiß, dass sich das bald geben wird. Ich hoffe, sie können besser zusammen spielen, wenn Parti älter ist und mehr kann. Er lernt gerade laufen und wenn er dieses Handwerk beherrscht und seinem großen Bruder hinterherläuft, statt zu krabbeln, wird sich die Dynamik ändern. Ich hatte und habe mit meiner Schwester immer eine gute Beziehung. Natürlich gab es Streitereien und wir waren uns nicht immer rosig, aber das gehört dazu und muss auch sein. Daher wünsche ich mir das auch für meine Söhne. Im Urlaub sind sie nie allein, auch zu Hause haben sie immer jemanden zum Spielen und können sich, im besten Fall, immer aufeinander verlassen. Dass wir Eltern dann mehr Zeit für uns haben, ist ein positiver und nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt.

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    März 23, 2025
    Frau Teddy, Geschwister, Kinder, Kita

  • Unverhofft kommt oft

    Ich bin organisiert, ich habe einen Plan und der wird umgesetzt. Wenn er nicht passt, wird er versucht, passend zu machen. Die Aussage „es ist nie der richtige Zeitpunkt für Kinder“ kennen sicher viele. Das haben mein Mann und ich nie gedacht. Wir wollten das erste Kind, dann das Zweite und beide kamen, als wir sie ansetzten. Sicher, wir hatten auch die Fruchtbarkeit auf unserer Seite. Aber wären die beiden drei, vier oder acht Monate später gekommen, wäre es für uns dennoch richtig und passend gewesen.

    Oft habe ich darüber nachgedacht, wie es zu einer Upsala-Schwangerschaft kommt. Ich weiß schon, wie das passieren kann, aber meine Frage bezieht sich eher darauf, wie es dazu kommen kann, wenn man es wirklich nicht darauf anlegt.

    Seit ich ein Teenie war, kamen meine Tage eigentlich immer pünktlich. Ich habe die Pille genommen, da war es daher irgendwie vorprogrammiert. Als ich sie absetzte, war mein Zyklus auch sofort regelmäßig oder anders gesagt, ich schwanger. Nach Perlchen war auch sofort alles wieder exakt nach Kalender, so dass wir von Tag eins der Überfälligkeit wussten, dass unser nächstes Bündel der Liebe unterwegs ist. Nach Parti ging es gut los. Die ersten Male waren wie in meiner Tracking-App vorhergesagt. Danach lief es nicht mehr so getaktet. Mittlerweile hatte ich mir eine Smartwatch zugelegt und damit auch eine zweite Tracking-App. Es pegelte sich dann so ein, dass spätestens einen Tag vor der Vorhersagung der zweiten App der „Besuch“ kam. Ich hatte nun also eine neue flexiblere Pünktlichkeit.

    Vor einer Woche sollte es dann wieder so weit sein. Und Dienstag hatte ich zudem einen Termin beim Frauenarzt für die Spirale. Unsere Familienplanung ist mit zwei Kindern beendet, Haustiere ausgenommen. Laut App 1 sollte es am Samstag, laut App 2 am Montag losgehen. Samstag: nichts, Sonntag: nichts, Montag: nichts. Meine Gedanken begannen zu kreisen. Was nun? Und wenn ich wirklich schwanger bin? Bisher habe ich, wie viele andere sicher auch, naiverweise gedacht, die Wahrscheinlichkeit, selbst ein „Trotz-Verhütung-schwanger“-Fall zu sein, ist sehr oder auch zu gering, mich trifft es eh nicht. Aber irgendjemandem muss es ja passieren. Ich sagte es auch meinem Mann und dass ich mir Sorgen mache. Wir bauen gerade ein Haus, haben die Zimmer geplant und darin keinen weiteren Nachwuchs vorgesehen. Zudem muss dann auch ein neues Auto her. Mein Mann scherzte, versuchte aber auch mir die Angst zu nehmen. Er schlug vor, wie die Zimmeraufteilung neu strukturiert werden könnte, sprach mir gut zu, wie herrlich sich beispielsweise der Schlafmangel die nächsten Jahre weiterziehen wird, dass es aber auch nochmal Elternzeit bedeuten würde und in drei Jahren das Gröbste dann auch geschafft ist (Windeln wechseln, selber anziehen, schlafen,…). Das half. Dienstag früh: nichts. Abends hatte ich den Arzttermin.

    Um 08:30 Uhr musste ich los, um Parti in die Kita zur Eingewöhnung zu bringen. Ich überlegte, ob ich auf dem Nachhauseweg gleich einen Schwangerschaftstest hole. Wenn, dann wollte ich es sofort wissen. Als ich kurz vorher auf der Toilette saß, hatte sich das Vorhaben dann erledigt. Ich erzählte es auch gleich meinem Mann. Er gab zu, dass er merkt ein wenig traurig zu sein, aber doch mehr Freude darüber empfindet. Auch ich war sehr erleichtert. Hatte jedoch auch ein etwas komisches Gefühl im Bauch, wo Baby Nr.3 schon knapp zwei Tage in meiner Vorstellung gelebt hat.

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    März 16, 2025
    Babys, Frau Teddy, Hausplanung, Kinder, Schlaf, Schwangerschaft

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