Heute endet unser letzter Urlaubstag. Zwei Wochen gehen schnell vorbei. Wir sind nicht weggefahren. Wir haben unseren Urlaub zu Hause verbracht. Mal waren wir den Tag über hier, mal haben wir Tagesausflüge gemacht oder hatten Besuch. So haben wir für reichlich Abwechslung gesorgt.
Bei unseren Kindern versuchen wir, die täglichen Routinen und Zeiten einzuhalten. Wir befolgen sie aber nicht akribisch. Wenn wir irgendwohin fahren und der Weg ist weiter, dann planen wir so, nach dem Mittagessen zu starten und sie im Auto ihren Mittagschlaf machen zu lassen. Beide, Perlchen und Parti, machen noch Mittagschlaf und wir hoffen, dass das noch lange so bleibt. Erstens brauchen sie ihn, Parti so wie so, er ist ja erst 15 Monate alt, und zweitens haben wir so eine ausgedehnte Mittagspause. Bei den Essenszeiten halten wir es ähnlich, insbesondere bei Parti. Wenn er zu müde ist, isst er nicht mehr und dann kann er, und schlussendlich auch wir, keine Ruhe finden. In der zweiten Urlaubswoche waren wir viel unterwegs. Dabei sind wir auch weiter gefahren, so dass es dazu kam, dass die zwei Kleinen sowohl den Mittagschlaf als auch die ersten Stunden des Nachtschlafes im Auto begangen haben. Da wir dann auch erst zu späterer Stunde den Heimweg angetreten sind, waren sie auch verhältnismäßig spät im Land der Träume und zuvor länger wach. Das machte sich am nächsten Tag noch bemerkbar. Das Gute daran war, dass sie auch länger geschlafen haben und nicht schon gegen 06:30 Uhr früh wach waren. Ein wenig Gnatsch in der Stimmung oder aber einen kurvigen Abstieg der Laune am Vormittag haben wir dafür dennoch erfahren dürfen. Wenn Kinder wüssten, dass Schlaf und Ausruhen Wunder bewirken können, wäre das ein Traum. Sie powern trotzdem ordentlich durch und sind in ihrer neugierigen Ausdauer beispiellos. Da sie auch jedes Mal viel zu verarbeiten haben, können sie so manches Mal schlecht abschalten und sind unruhig. Zwischendrin immer einen normalen Tag einzubauen, ist da gar nicht verkehrt. Das gilt auch für meinen Mann und mich. Hinzu kommt, dass wir gerne nur mal rumsitzen und den Tag Tag sein lassen. Wir nehmen uns das auch vor. Bei einigen Leuten scheint es so zu sein, wenn nichts geplant ist, muss es geändert werden, Hauptsache etwas steht an. Sehen wir anders und planen das dann direkt so. Im Umkehrschluss haben demnach auch wir immer was geplant.
Heute früh haben wir wehmütig festgestellt, dass der Ernst des Lebens ab morgen wieder losgeht. Tatsächlich war ein ziemlich schnell folgender Gedanke: Endlich wieder Alltag!
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