Wir haben Urlaub. Endlich! Gute zwei Wochen. Mein Mann und ich haben das Gefühl, dass wir das auch wirklich dringend brauchen. Seit Ende März arbeiten wir beide wieder in Vollzeit nach der Elternzeit von Parti. Mein Mann seit Mitte Februar nach sechs Monaten Elternzeit und das zudem in einer neuen Abteilung. Sie ist ähnlich zu dem, was er vorher machte, aber dennoch war und ist eine Einarbeitung nötig. Das schafft natürlich zusätzlich. Hinzu kommt, dass wir unseren semi-optimalen Schläfer haben. Irgendwann wird es besser, die Hoffnung…
Für die bevorstehenden freien Tage haben wir nicht viel geplant. Drei Tage bekommen wir Besuch von einem Freund meines Mannes mit seinem Sohn, ich lasse mir ein Tattoo stechen und wir sind zum 60. Geburtstag eingeladen. Sonst werden wir eher spontan entscheiden und Ausflüge machen. Auch für die Kinder ist es wichtig, dass sie mal von der Kita frei haben. Parti hat seine ersten Monate hinter sich und diese können jetzt in Ruhe verarbeitet werden und sich setzen. Perlchen freut sich momentan irgendwie auch immer mal, wenn es nicht in die Kita geht. Wenn er dann da ist, freut er sich sehr. Morgens lässt er in letzter Zeit aber des Öfteren verlauten, dass er lieber zu Hause spielen möchte. Ein bisschen Abstand tut vielleicht mal ganz gut.
Es ist aber auch wichtig, dass wir mal Zeit für uns haben, ohne Kinder. So kommt es also ab und zu vor, dass wir einen Tag frei haben und die Kinder dennoch in die Kita gehen. Unsere ersten drei Tage, beginnend mit morgen, starten also mit dem morgendlichen Rhythmus, wie wir ihn kennen, allerdings ohne die Zeit im Nacken und das Wissen, wie viel Arbeit heute auf uns wartet. Wir kommen nach Hause, nachdem wir die Kinder in die Kita gebracht haben bzw. einer von uns, und dann erwartet uns freie Zeit. Pures Halligalli! Und jede Sekunde wird davon ausgekostet und wird auch viel zu schnell vergehen. Das klingt eventuell ein wenig danach, als wäre es ausschließlich stressig mit Kindern und nach „dann-schaff-dir-keine-Kinder-an-wenn-du-sie-als-so-freiheitsraubend-empfindest“. Ich denke, viele, die Kinder haben, egal, ob eins oder vier, können das zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Wir haben an den Tagen, zumindest in der Zeit zwischen Abgeben und Abholen, nur die Verantwortung für uns. Keine Arbeitsprozesse, keine Kinder, nur wir! Das heißt nicht, dass unsere Kinder besonders anstrengend sind. Auch nicht, dass wir sie uns weg wünschten. Wer ein Kind hat, der kann nicht mehr ohne, in der Regel, denke ich zumindest, weil ich es so sehe.
Dass muss eben auch einfach zwischendurch mal sein!
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