Heute fand der 60. Geburtstag meines Onkels statt. Es war ein schönes Beisammensein ab Mittag in der Lokalität des Vertrauens angesetzt. Mein Onkel, väterlicherseits, ist vom Dorf und Familie umfasst einen weiten Radius: so sind beispielsweise auch die Kinder der Cousine meines Opas meistens eingeladen, die selbst Kinder zwischen Anfang 40 und Mitte 30 haben, die auch wieder Kinder haben. Und alle sind dabei. Es ist also immer eine große Truppe und da wir uns für gewöhnlich nur einmal im Jahr sehen, ist der Austausch umso größer. Für Perlchen und Parti, ihren Cousin Pepito und ihre Cousine Polette ist es besonders schön. Sie können zusammen spielen und rumtoben und das über Stunden mit Essenspausen, ohne Mittagschlaf.
Mein Mann ist erkältet und da er niemanden anstecken wollte, beschloss er, zu Hause zu bleiben und die Festivität dieses Mal ausfallenzulassen. Er wollte, dass ich ein Kind bei ihm lasse und nur eines mitnehme. So habe ich nicht die Verantwortung für zwei Kinder, kann vielleicht auch ein bisschen entspannen und so schlecht gehe es ihm körperlich auch nicht. Ich nahm aber beide mit, damit er sich ausruhen kann, was das Zeug hält. Perlchen, Parti und ich fuhren daher gemeinsam mit meinen Eltern.
Wenn wir in großer Runde unterwegs sind, meine Schwester, mein Schwager, die Kinder und meine Eltern, passen wir alle auf die Kinder auf. Wenn einer von uns alleine mit seinen Kindern ist, greifen meine Eltern, also Oma und Opa, nochmal ein bisschen mehr unter die Arme. Gerade, wenn es ums Essen geht, brauchen alle vier noch Unterstützung, sei es bei der Wahl, was gegessen wird oder beim Auftun auf den Teller. Bei Parti ist es dann, besonders Mittags, noch das Füttern. Und so war es auch heute. Perlchen und Pepito hocken die meiste Zeit aufeinander, wenn sie sich sehen. Daher kann man bei den beiden häufig zeitgleich agieren. Meine Schwester hatte daher, als sie mit Pepito und Polette zum Spielen rausging, Perlchen dabei. Parti war nach dem Mittag sehr müde und so nahm meine Mama ihn zum Spaziergang im Kinderwagen mit. Und plötzlich war ich beide los… Das Spektakel ereignete sich noch einige Male, zum Beispiel als Opa mit Parti kräftig das Laufen trainierte, indem beide die Welt erkundeten oder Perlchen mit Oma puzzlete.
Manchmal kommt es mir so vor, als hätte man mehr Freizeit, wenn man mit den Kindern „alleine“ mit der Familie unterwegs ist, als mit dem dazugehörigen Partner im Gepäck.
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