Am Mittwoch hatte Parti Geburtstag. Er ist schon ein Jahr alt geworden. Es geht so schnell. Die Eingewöhnung läuft weiterhin toll. Ich habe das Gefühl, er merkt allmählich, dass der witzige Ort, zu dem wir seit neustem immer fahren, mit den vielen Kindern und dem Singen und Spielen und den anderen Erwachsenen keine bloße Spielgruppe mehr ist. Mama ist jetzt ab und zu weg und kommt dann wieder, nach einer EWIGKEIT! Zumindest ist er jetzt kuscheliger, wenn ich ihn nach einer Stunde abhole, und war auch schon auf ein anderes Kind in der Gruppe eifersüchtig und begann zu weinen, als ich es auf dem Arm hatte. Ein bisschen mag ich das ja, muss ich gestehen.
Am Samstagnachmittag stand die Geburtstagsparty an. Alle waren geladen: die Omas und Opas, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen. Entsprechend hatten wir auch ein bisschen was vorzubereiten. Es wäre also schön gewesen, halbwegs ausgeschlafen zu sein.
Parti war Freitagabend schon früh unruhig und weinte immer wieder. In der Regel wird er spätestens 19 Uhr hingelegt. Um 21:30 Uhr hatte er dann eine längere Session mit meinem Mann. Er trug und streichelte ihn, sprach mit ihm, legte ihn in die Babywippe, bis er wieder schlief. Kurz nach 22 Uhr kam er dann ins Bett, der Schlaf rief. Eineinhalb Stunden später weinte er wieder. Ich ging zu ihm, streichelte, trug, pschschschte und wechselte die Windel. Momentan hat er einen nächtlichen Appetit vom Feinsten und verschlingt teilweise drei Fläschchen. Daher ist ein Wechsel manchmal hilfreich, um ihn wieder zum Schlafen zu bringen. Leider nicht so bei mir und die Windel war zudem nicht sonderlich voll. Es half auch dieses Mal wieder nur die warme Milch. Die letzten Tage kam mir daher häufiger der Gedanke, froh darüber zu sein, nächtliche Hungerattacken bei Perlchen nicht mehr zu haben. Kurz nach Mitternacht lag ich wieder im Bett. Ich war bereit, zu schlafen. Da jammerte Perlchen. Ich ging also hin und er wollte gerne zu uns ins Bett. Mit Sack und Pack, das Kuscheltier, Wasserflasche, Socken, Decke und Kissen beinhaltet, zog er zu uns. Normalerweise schließt er dann die Äuglein und schläft einfach. Normalerweise. Diese Nacht fand er keine Position, schmiss sich von links nach rechts, wollte ein Sprudelwasser, dann eine Decke und wieder keine. Ich fragte, ob er doch lieber in sein Zimmer wolle und er bejahte. Mit Mama, hieß es. Ich nahm also alles wieder huckepack, inklusive meiner Decke, und wir stapften los. Gerade, als ich mich zu ihm legen wollte, sagte Perlchen, ich soll gehen. Das tat ich, frohen Mutes, für die nächsten 15 Minuten. Anschließend begann eine gute Stunde mit drei verschiedenen Köstlichkeiten: eine Maisstange wegen großen Hungers, ein halbes Brötchen, weil der Bauch immer noch nicht voll ist und als Magenschließer eine Reiswaffel. Wie war das mit den Hungerattacken beim Großen doch gleich? Es war mittlerweile halb 2 und meine Schlafpause dauerte knapp zwei Stunden. Ich war also froh, als Perlchen sich hinlegte, zugedeckt werden wollte und ich mich ins eigene Bett kuschelte. Circa zwei Stunden später kam er dann wieder zu uns ins Bett. Wie gewohnt, schlief er aber sofort weiter. Meine Nacht ging dann endlich richtig los. Die meines Mannes endete kurz darauf. Ab um 4 Uhr war immer Mal wieder ein Jammern von Parti zu vernehmen, sagte er mir, und so stand er um 6 Uhr ernüchternd auf. Ich schlief noch zwei Stunden weiter.
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